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Klimaschutz & Verkehrssektor

Wege für mehr Klimaschutz im Verkehr

Die Klimaziele im Verkehr zu erreichen, ist essenziell für die Zukunft der Mobilität und zugleich in der Umsetzung herausfordernd. In ihrem aktuellen Bericht „Wege für mehr Klimaschutz im Verkehr“ hat die Arbeitsgruppe 1 „Klimaschutz im Verkehr“ der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) technische Fahrpläne, eine umfangreiche Toolbox mit Instrumentenvorschlägen sowie zahlreiche Handlungsoptionen vorgestellt.

Die Arbeitsgruppe 1 der NPM hat Handlungsoptionen in den Themenfeldern Antriebswechsel Pkw, Antriebswechsel Nutzfahrzeuge, Alternative Kraftstoffe, Schienenverkehr und Urbane Mobilität erarbeitet. Foto: (c) Shutterstock / Raland

Die Klimaziele im Verkehr zu erreichen, gehört zu den wichtigsten Aufgaben unserer Zeit und hat eine hohe Bedeutung für die jetzige und die kommenden Generationen. In ihrem jüngsten Bericht hat die von e-mobil BW Geschäftsführer Franz Loogen geleitetete Arbeitsgruppe (AG) 1 „Klimaschutz im Verkehr“ der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) technische Fahrpläne, eine umfangreiche Toolbox mit Instrumentenvorschlägen sowie zahlreiche Handlungsoptionen erarbeitet. Der Fokus des Berichts liegt auf den Themenfeldern Antriebswechsel Pkw, Schienenverkehr und Urbane Mobilität. Der Bericht wurde vom Lenkungskreis der NPM am 24. Juni 2021 beschlossen und wird in Kürze veröffentlicht.

Handlungsoptionen zur Erreichung der Klimaschutzziele

Der Bericht untersucht, wie sich bestehende Maßnahmen weiter beschleunigen und ausbauen lassen, um in den kommenden Jahren die Klimaschutzziele im Verkehr zu erreichen:

  • Die AG erwartet, dass rund ein Drittel (ca. 14 Millionen) der PKW im Fahrzeugbestand und mehr als drei Viertel der PKW-Neuverkäufe bis 2030 elektrifiziert sind. Bis 2030 sollen über ein Drittel der LKW-Wegstrecken elektrisch gefahren werden. Dafür ist der schnelle und stetige Ausbau der Ladeinfrastruktur notwendig.
  • Auch die Schiene sollte durch Streckenausbau und -elektrifizierung sowie Digitalisierung gestärkt werden. So scheint ein Ausbau des Anteils elektrifizierter Strecken von heute 61 Prozent auf mehr als 70 Prozent bis 2030 notwendig und machbar. Eine Verdoppelung der Fahrgastzahlen im Personenverkehr bis zum selben Jahr sollte geprüft werden.
  • Um insbesondere bei kürzeren Strecken Anreize für einen Umstieg auf das Fahrrad und den ÖPNV zu schaffen, bedarf es fast einer Verdreifachung des aktuellen Radwegenetzes sowie einer Steigerung der mit U-, Stadt- und Straßenbahn zurückgelegten Fahrzeugkilometer um 15 bis 30 Prozent. Die Anzahl elektrischer und wasserstoffbetriebener Busse im ÖPNV sollte von aktuell 1.100 auf ca. 17.000 bis 2030 anwachsen.
  • Weitere Instrumente und Handlungsoptionen werden im Bericht genannt.

Jetzt ist die Zeit zu handeln

„Wir werden nur dann erfolgreich sein, wenn auch die Umsetzung einer vollständigen Klimaneutralität bis 2045 von der Gesellschaft breit getragen und unterstützt wird. Daher ist es wichtig, Verständnis und Begeisterung für die Ausprägungen neuer Mobilitätslösungen zu schaffen. Moderne Antriebe und digitale Lösungen bieten uns die Chancen für mehr Klimaschutz und Wirtschaftskraft. Nun kommt es darauf an, klimafreundliche, bezahlbare und resiliente Mobilitätslösungen wirksam und zügig umzusetzen“, sagt Franz Loogen, Leiter der AG 1 und Geschäftsführer der Landesagentur e-mobil BW.

Quelle: Nationale Plattform Zukunft der Mobilität